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cool:ttrss

RSS-Feeds im Browser lesen

RSS-Feed-Reader gibt es viele, und nicht wenige davon laufen online im Browser - was sich auch anbietet, spätestens dann, wenn du Feeds daheim am Rechner, auf dem Sofa mit dem Tablet und unterwegs mit dem Smartphone lesen willst und es dir verständlicherweise zu nervig ist, deine RSS-Abos ständig zwischen den Rechnern synchron zu halten und Nachrichten möglicherweise doppelt und dreifach zu lesen, weil das eine Gerät noch nicht weiß, dass du einen Beitrag auf einem anderen Gerät bereits gelesen hast.

Wir bieten dir alles, was du brauchst, um deine Feeds mit deinem eigenen RSS-Feed-Reader auf deinem Uberspace zu verwalten und zu lesen - du behältst die volle Kontrolle über sämtliche Daten. Wir zeigen dir das mal am Beispiel von Tiny Tiny RSS aber natürlich steht es dir auch frei, einen beliebigen anderen der dutzendweise verfügbaren RSS-Reader zu installieren.

Installation

Zunächst verbindest du dich per SSH mit deinem Uberspace, wechselst in deinen DocumentRoot und lädst tt-rss aus dem master-Branch des offiziellen git-Repositories von Github:

[studentin@mensa ~]$ cd html/
[studentin@mensa html]$ git clone https://tt-rss.org/gitlab/fox/tt-rss.git tt-rss

Wir orientieren uns weitestgehend an der offiziellen Installationsanleitung, weichen an einigen spezifischen Punkten aber ein wenig davon ab, um die Installation auf einem Uberspace etwas zu vereinfachen.

Damit du bei der Installation nicht darüber stolperst, dass noch keine eigene ttrss-Datenbank existiert, kürzen wir das einfach wie folgt ab:

[studentin@mensa ~]$ mysql -e "CREATE DATABASE ${USER}_ttrss"

Du kannst aber auch einfach die Datenbank nehmen, die nach deinem Uberspace benannt ist. Dann solltest du dir bei deinem nächsten Dienst der eine MySQL-Datenbank benötigt für diesen eine neue Datenbank anlegen. Einfacher ist es, schlichtweg für jeden Dienst eine eigene Datenbank anzulegen, dann kannst auch ganz einfach einzelne Datenbanken aus dem Backup wiederherstellen oder sie auf einen anderen Uberspace migrieren, falls es auf dem einen Account doch mal zu eng wird.

War es in vorherigen Versionen von Tiny Tiny RSS noch nötig, das Datenbank-Schema manuell auf der Shell zu importieren und die config.php eigenhändig mit einem Texteditor zu bearbeiten, so gibt es dafür zwischen einen bequemen Installer für den Browser, so dass die Installation nun deutlich einsteigerfreundlicher ausfällt. Der Rest geschieht nun nur noch im Browser. Dazu rufst du https://studentin.mensa.uberspace.de/tt-rss/install/ auf.

Dort wirst du vom Tiny Tiny RSS-Installer begrüßt, der nur noch folgende Eingaben erwartet:

  • Database type: Hier wählst du MySQL aus
  • Username: Der Name deines Uberspace
  • Password: Dein Passwort findest du in deiner .my.cnf
  • Database name: Der Name der eben angelegten Datenbank, hier beispielhaft studentin_ttrss
  • Datenbank-Host: Hier trägst du localhost ein
  • Port: Das Feld lässt du frei, der Installer verwendet automatisch den Standard-Port für MySQL
  • Tiny Tiny RSS URL: Hier sollte https://studentin.mensa.uberspace.de/tt-rss/ stehen

Du solltest im Prinzip auch PostgreSQL statt MySQL nehmen können, aber das haben wir noch nicht mit Tiny Tiny RSS getestet.

Mit einem Klick auf Test configuration werden deine vorgenommenen Eingaben überprüft. Wenn alles geklappt hat, wirst du aufgefordert die Datenbank zu initialisieren. Der Installer generiert dir nun den Inhalt der config.php und bietet an, die Konfigurationsdatei gleich selbst zu erstellen. Das klappt bei uns auf Anhieb.

Bitte vergiss den noch folgenden Teil der Installation nicht, ansonsten wird dein Update-Service nämlich nicht sauber laufen, weil er den korrekten PHP-Pfad nicht kennt!

Eine kleine Änderung an der config.php ist allerdings noch von Nöten. Und zwar muss der Pfad zum php-Binary manuell in der config.php angepasst werden. Das erledigen wir einfach mit dem Texteditor sed, der den falschen Pfad für uns sucht und durch den korrekten ersetzt:

 [studentin@mensa ~]$ sed -i 's_/usr/bin/php_/package/host/localhost/php/bin/php_' ~/html/tt-rss/config.php
 

Und fertig: Tiny Tiny RSS ist nun erfolgreich installiert und kann via https://studentin.mensa.uberspace.de/tt-rss/ aufgerufen werden. Also am besten gleich in die Bookmarks damit!

Zugangsdaten ändern

Bei einer neuen Installation wird automatisch ein Usernamens admin mit dem Passwort password angelegt. Mit diesen Daten kannst du dich nun erstmal einloggen. Du solltest nun sofort das Passwort des Admin-Users ändern. Klicke also rechts oben auf „Einstellungen“ und wähle den Reiter „Persönliche Daten / Anmeldung“ aus. Dort kannst du dann ein neues Passwort setzen. Das war's!

Feeds hinzufügen

Wie kommen nun deine Feed-Abos in Tiny Tiny RSS?

Abo-Bestand übernehmen

Wenn du bereits einen anderen RSS-Feed-Reader benutzt, stehen die Chancen nicht schlecht, dass er seinen Feedbestand als OPML-Datei exportieren kann. Solche Dateien kannst du über „Einstellungen“ → „Feeds“ → „Import und Export“ → „OPML“ direkt importieren.

Neue Abos hinzufügen

Grundsätzlich kannst du jeden Feed manuell über „Einstellungen“ → „Feeds“ → „Feeds“ → „Feeds“ → „Feed abonnieren“. Aber in der Praxis macht das natürlich zuviel Handarbeit.

Eine einfache Möglichkeit, die in allen Browsern funktioniert, ist das sogenannte „Bookmarklet“. Das ist ein Javascript-basierendes Lesezeichen, das du einfach in deine bestehenden Lesezeichen oder auf eine entsprechende Schnellwahlleiste deines Browsers ziehen kannst. In neueren Versionen von Tiny Tiny RSS wurden die Bookmarklets allerdings in ein separates Plugin verschoben, das unter „Einstellungen“ → „Plugins“ zuerst aktiviert werden muss.

Daraufhin findest du das Bookmarklet unter „Einstellungen“ → „Feeds“ → „Lesezeichen“. Ziehe einfach einen der dort angezeigten Links in deine Lesezeichen. Du kannst dann in Zukunft, wenn du einen RSS-Feed aufgerufen hast (der ohne RSS-Reader direkt im Browser angezeigt werden dürfte) einfach das Bookmarklet anklicken, dann wird der Feed abonniert. Mit dem „Teilen“-Bookmarklet kannst du auch Seiten ohne RSS/ATOM-Unterstützung in Tiny Tiny RSS speichern - auf Änderungen musst du sie aber dennoch manuell überprüfen.

Um Tiny Tiny RSS mit gängigen Browsern zu integrieren, findest du in dessen Wiki unter RelatedSoftware weitere Infos.

Feeds aktualisieren

Je nach Menge der Feeds ist die Aktualisierung ein durchaus zeitraubender Vorgang - also etwas, was möglichst nicht erst dann passieren sollte, wenn du dein Tiny Tiny RSS aufrufst, sondern was von sich aus im Hintergrund läuft und deine Feeds aktuell hält. Praktischerweise bringt Tiny Tiny RSS diese Möglichkeit gleich mit - den Update-Daemon. Den musst du noch starten, und der beste Weg dafür ist, ihn unter den daemontools laufen zu lassen.

Solltest du noch kein eigenes ~/service-Verzeichnis haben, lege dir zunächst eins an:

[studentin@mensa ~]$ test -d ~/service || uberspace-setup-svscan

Anschließend legst du einen Daemon an, wir nennen ihn mal „feeds-update“, und zwar so:

[studentin@mensa ~]$ uberspace-setup-service feeds-update php ~/html/tt-rss/update_daemon2.php

Ein kleiner Kniff ist allerdings noch nötig - die update_daemon2.php sucht die config.php im aktuellen Verzeichnis. Du müsstest also noch ein cd ~/html/tt-rss in das run-Scripts einbauen. Das erledigen wir kurzerhand mit dem Texteditor sed:

[studentin@mensa ~]$ sed -i -e 's/exec/cd ~\/html\/tt-rss\/\nexec/' ~/etc/run-feeds-update/run

Daraufhin sehen die letzten 3 Zeilen der Datei ~/service/feeds-update/run wie folgt aus:

[studentin@mensa ~]$ tail -3 ~/service/feeds-update/run
# Now let's go!
cd /home/studentin/html/tt-rss
exec /package/host/localhost/php-5/bin/php /home/studentin/html/tt-rss/update_daemon2.php 2>&1

Nach der Änderung brauchst du nichts weiter zu tun; svscan startet deinen Daemon automatisch (vorher lief er aufgrund der nicht gefundenen config.php noch nicht). Das war's schon - deine Feeds werden jetzt automatisch aktualisiert, und selbst wenn mal der gesamte Host, auf dem du liegst, rebootet werden sollte, wird der Update-Daemon auch automatisch wieder gestartet.

Tiny Tiny RSS aktualisieren

Wenn du Tiny Tiny RSS auf Basis unserer alten Anleitung in das Verzeichnis ~/html/feeds/ installiert hast, so solltest du deine Daten sichern und Tiny Tiny RSS auf Basis des git-Repos neu installieren. Wir orientieren uns in dieser Anleitung an dem Verzeichnis tt-rss so wie es in der offiziellen Dokumentation genannt wird.

Die neue Update-Methode besteht lediglich daraus, im Verzeichnis ~/html/tt-rss/ den master-Branch auszuchecken:

[studentin@mensa ~]$ git pull origin master

Für gewöhnlich funktioniert dieses Update einwandfrei. Bevor wir nun aber mit dem eigentlichen Update fortfahren, raten wir dennoch dazu, zumindest die tt-rss-Datenbank zu sichern:

[studentin@mensa ~]$ mysqldump ${USER}_ttrss > ~/ttrss-backup-$(date +%T-%F).sql 

Nachdem uns git den aktuellen Zustand des master-Branches gepullt hat, rufen wir https://studentin.mensa.uberspace.de/tt-rss/install/ auf. Nun kann es vorkommen, dass es Änderungen an der Struktur der config.php gegeben hat. Darauf weist uns Tiny Tiny RSS beim nächsten Aufruf hin und bietet uns an, diesen Konflikt automatisch zu lösen. Wenn das nicht möglich ist, dann muss wohl oder übel Hand angelegt werden. Sobald es zu so einem Vorfall kommt, werden wir hier erläutern, wie sich dieser Konflikt am einfachsten lösen lässt.

Nach dem Update kann es vorkommen, dass das feeds-update-Service nicht mehr funktioniert. Hier reicht es aus, den Service nach dem erfolgreichen Update neuzustarten:

[studentin@mensa ~]$ svc -du ~/service/feeds-update | tail -F ~/service/feeds-update/log/main/current

Anpassbarkeit

Dank des Fever-Plugins lässt sich Tiny Tiny RSS zum Beispiel auch mit nativen iOS- und Android-RSS-Readern verdrahten und wem die Optik von Feedly oder Google Reader besser gefällt, der kann sich dazu passenden CSS-Dateien herunterladen und Tiny Tiny RSS seinen Wünschen anpassen. Auf die einzelnen Anpassungen können wir hier aber erstmal nicht eingehen, aber das standardmäßige CSS ist für viele wohl schlichtweg nicht mehr zeitgemäß und das Webinterface ist schlichtweg nicht responsive, was es auf mobilen Geräten deutlich schlechter zu bedienen macht.

Für den mobilen Zugriff ist es zwingend nötig in den Preferences von Tiny Tiny RSS den Haken bei Enable API access zu setzen.

SVG-MIME-Type bei CentOS 5

Wenn du dich noch auf einem CentOS-5-Host befindest, so ist dort der MIME-Typ für SVG-Grafiken noch nicht hinterlegt (zum Zeitpunkt des Erscheinens von CentOS 5 war er noch nicht definiert), was dazu führt, dass einige Icons nicht angezeigt werden können. Als Fix für dieses Problem kannst du wie im verlinkten Bugreport beschrieben diese Zeilen in die .htaccess-Datei im Verzeichnis deiner Installation hinzufügen:

AddType image/svg+xml svg svgz
AddEncoding gzip svgz
cool/ttrss.txt · Zuletzt geändert: 2015/08/03 14:22 von uber