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Es liegt in der Natur der Sache: Ein Wiki ist niemals fertig. Wir geben uns große Mühe, mit der Entwicklung Schritt zu halten; lassen Supportanfragen direkt in neue Artikel einfließen … aber auch wir sind nicht perfekt. Wenn du hier nicht fündig wirst: Nicht schmollen - Bescheid sagen! Unter hallo@uberspace.de steht dir unser Team gerne bereit. Hand drauf!

mail

Wie kann ich E-Mail-Adressen einrichten?

Das ist ein absoluter Evergreen im Support und die Antwort ist - das kommt darauf an, was du vor hast.

Die Befehle gibst du alle auf der Shell ein, mit der du dich per SSH verbinden kannst.

Weiterleitungen

Du kannst dir nach Belieben .qmail-Dateien anlegen und damit zum Beispiel (aber nicht nur) Weiterleitungen einrichten.

Postfächer

Mit deinem Uberspace hast du einen Systemuser auf einem unserer Server erhalten, der auch eine Ablage für eingehende Mails enthält. Hättest du dir den Usernamen mareike ausgesucht und einen Uberspace auf unserem Server neon erhalten, so hättest du damit automatisch auch die Mailadresse mareike@neon.uberspace.de erhalten.

Unter einer aufgeschalteten Domain funktionieren prinzipiell nur Adressen, die du mit vmailmgr oder als .qmail-Dateien angelegt hast. Wenn du dein primäres Postfach also mit einer eigenen Domain nutzen möchtest, so gibt es noch ein paar Dinge zu beachten.

Möglicherweise reicht dir das schon, falls nicht: keine Sorge: Mit Hilfe von vmailmgr kannst du dir beliebig viele weitere Adressen einrichten. Und das geht so:

vmailmgr erstmalig einrichten

Hierzu loggst du dich per SSH auf dem Server ein, auf dem dein Uberspace liegt und führst den Befehl vsetup aus. Dieser initialisiert das vmailmgr-System für deinen Uberspace. So sieht das aus:

[mareike@neon ~]$ vsetup 
vsetup: created users directory.
vsetup: wrote '.qmail-default' file.

Das war's schon - diesen Schritt musst du nie wieder erledigen.

Postfach anlegen

Dafür gibt's den Befehl vadduser. du gibst den Namen der Adresse an und gibst - zur Sicherheit zweimal - das gewünschte Passwort ein. Fertig. So sieht das aus:

[mareike@neon ~]$ vadduser hallo
Enter the user's new password: [...tippelditipp...]
Please type it again for verification: [...tippelditipp...]
vadduser: user 'hallo' successfully added

Damit hast du nun die Adresse mareike-hallo@neon.uberspace.de angelegt, die genauso auch als hallo@mareike.neon.uberspace.de funktioniert. Hast du eine eigene Domain auf deinen Uberspace aufschalten lassen, zum Beispiel die-mareike.xx, so funktioniert die angelegte Adresse natürlich auch unter dieser Domain, also als hallo@die-mareike.xx.

Es dauert nach dem Anlegen einer neuen Adresse bis zu zwei Minuten bevor unser Host Mails für diese Adresse annimmt, warte ggf. mit dem Senden von Testmails so lange.
Achtung: Wenn du mehrere Domains auf deinen Uberspace aufgeschaltet hast, beachte bitte, dass standardmäßig alle eingerichteten E-Mail-Adressen unter allen Domains gleichermaßen funktionieren. Das ist insbesondere dann praktisch, wenn deine Domains z.B. verschiedene Schreibweisen wie maxmustermann.de, max-mustermann.de, maxmustermann.com und max-mustermann.com abdecken. Möchtest du unter verschiedenen Domains verschiedene E-Mail-Adressen einrichten, informiere dich bitte über unser Feature der Namensräume oder leg separate Uberspaces dafür an.

E-Mail-Clients

Neben der Möglichkeit, Deine Mails per Webmail abzuholen und zu schreiben, kannst du das natürlich auch mit einem Client auf deinem Rechner oder Telefon oder womit auch immer machen. Hier einmal die allgemeinen Informationen die du benötigst, um E-Mails mit einem Client abzuholen und zu versenden. Wenn du dich auf unserer Webseite einloggst, findest du übrigens im Bereich Datenblatt unter Deine primäre E-Mail-Adresse genaue Informationen wie du auf Deine E-Mails zugreifen und E-Mails versenden kannst.

TL;DR

Als Servername für alle Mailprotokolle (IMAP, SMTP, POP3) verwende bitte den Namen des Uberspace-Servers, im Beispiel also neon.uberspace.de.

Als Port wähle bitte:

  • für IMAP den Standardport 143 mit STARTTLS-Verschlüsselung, oder den Standardport 993 mit TLS-Verschlüsselung
  • für POP3 den Standardport 110 mit STARTTLS-Verschlüsselung, oder den Standardport 995 mit TLS-Verschlüsselung
  • für SMTP den Standardport 587 mit STARTTLS-Verschlüsselung (bitte verwende nicht die Ports 25 oder 465; jene sind für die Anlieferung von Mails durch andere Mailserver da)

Der Benutzername ist die komplette E-Mail-Adresse, also hallo@die-mareike.xx. Alternativ kannst du auch die Kombination aus deinem Uberspace-Namen und der von dir gewählten Adresse, hier also mareike-hallo, angeben.

Das Passwort hast du dir beim Anlegen hoffentlich gemerkt. Ansonsten kannst du mit vpasswd hallo auch jederzeit ein neues Passwort vergeben (diesmal dann aber bitte merken).

nochmal im Detail

Mailempfang

Du hast die Wahl zwischen POP3 und IMAP. In beiden Fällen sprichst du mit der Software Dovecot und musst dich wie schon gesagt authentifizieren, schließlich sollst ja auch nur du an Deine E-Mail kommen und niemand sonst. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du IMAP oder POP benutzen möchtest, raten wir dir zu IMAP.

IMAP

Bei IMAP bleiben die E-Mails auf unserem Server liegen und dein Programm greift entweder nur temporär von fern darauf zu um sie dir anzuzeigen, oder es legt auf Deinem Computer allenfalls einen lokalen Cache Deiner E-Mails an. Der Dreh- und Angelpunkt für Deine Mails ist aber in jedem Fall der Mailserver. (Würde IMAP heutzutage erfunden werden, würde jemand vom Marketing bestimmt irgendwas mit Cloud dran schreiben, ob der Begriff nun passt oder nicht.)

Für die Nutzung von IMAP verwende bitte den Standardport 143 (TCP) mit STARTTLS-Verschlüsselung, oder den Standardport 993 (TCP) mit TLS-Verschlüsselung. Dein Programm sollte die Methode der Passwort-Abfrage eigentlich selbständig ermitteln, falls das nicht klappt: Da die Verbindung ja per TLS verschlüsselt wird, kann das Passwort gefahrlos im Klartext übermittelt werden. Diese Methode (die manche Programme in gebrochenem Deutsch auch „Passwort, normal“ nennen) ist die älteste Methode und wird eigentlich von jedem Mail-Programm unterstützt. Ohne Verschlüsselung wäre diese Methode hochgradig unsicher, aber wir erlauben ja gar keinen unverschlüsselten Zugriff per IMAP, von daher betrifft uns dieses Problem nicht.

POP3

Bei POP3 holst du Deine E-Mails vom Mailserver ab. Normalerweise heißt das, dass danach keine Kopien Deiner Mails mehr auf dem Mailserver verbleiben, sondern die Mails nur noch auf dem Gerät existieren, auf die du sie per POP3 runtergeladen hast. (POP3 kann aber auch Kopien auf dem Server lassen, es ist aber in dieser Hinsicht wesentlich limitierter als IMAP, insbesondere unterstützt es keine Ordner.)

Für die Nutzung von POP3 verwende bitte den Standardport 110 (TCP) mit STARTTLS-Verschlüsselung, oder den Standardport 995 (TCP) mit TLS-Verschlüsselung. Dein Programm sollte die Methode der Passwort-Abfrage eigentlich selbständig ermitteln, falls das nicht klappt: Da die Verbindung ja per TLS verschlüsselt wird, kann das Passwort gefahrlos im Klartext übermittelt werden. Diese Methode (die manche Programme in gebrochenem Deutsch auch „Passwort, normal“ nennen) ist die älteste Methode und wird eigentlich von jedem Mail-Programm unterstützt. Ohne Verschlüsselung wäre diese Methode hochgradig unsicher, aber wir erlauben ja gar keinen unverschlüsselten Zugriff per POP3, von daher betrifft uns dieses Problem nicht.

Mailversand

Hier gibt es nur eine Methode: SMTP. In diesem Fall sprichst du mit einer Komponente von netqmail: qmail-smtpd. Genauso wie bei POP3 und IMAP musst du dich hier authentifizieren und zwar mit den gleichen Zugangsdaten.

SMTP

Bei SMTP gibt es häufig etwas Verwirrung darüber, welche Ports zu verwenden sind. Da Mail-Programme hier häufig irgendwie herumraten und dabei oft falsch liegen (ja, je benutzerfreundlicher die Programme daherkommen, desto schlimmer wird es hier leider), hier eine bildliche Erklärung:

Wenn jemand das Wort Briefkasten verwendet, dann können damit je nach Kontext zwei grundverschiedene Dinge gemeint sein. Genauso ist es per SMTP (leider) auch. Mit „Ich werf' das schnell in den Briefkasten“ ist der große, gelbe Briefkasten an der nächsten Ecke gemeint, hier geht es also um das Abliefern von Briefen bei der Post, damit sie die weitere Zustellung übernimmt. Mit „das hab ich in Deinen Briefkasten eingeworfen“ ist hingegen der kleine Briefkasten in beliebiger Farbe an Deinem Gartentor / Deiner Haustür / in Deinem Hausaufgang gemeint, es geht also um die Anlieferung von Post bei dir.

Bei SMTP hat der Gelbe Briefkasten nur einen Einwurf: TCP Port 587. Wenn dein Mail-Programm etwas anderes „errät“ dann irrt es sich. E-Mails die du Losschicken möchtest, gehen an TCP Port 587 und dort solltest und musst du TLS-Verschlüsselung verwenden, um dein Passwort zu schützen. Dein Programm sollte die Methode der Passwort-Abfrage eigentlich selbständig ermitteln, falls das nicht klappt: Da die Verbindung ja per TLS verschlüsselt wird, kann das Passwort gefahrlos im Klartext übermittelt werden. Diese Methode (die manche Programme in gebrochenem Deutsch auch „Passwort, normal“ nennen) ist die älteste Methode und wird eigentlich von jedem Mail-Programm unterstützt. Ohne Verschlüsselung wäre diese Methode hochgradig unsicher, aber wir bieten ja verschlüsselten Zugriff auf diesen Port an, von daher betrifft uns dieses Problem nicht. (Im Gegensatz zu POP3/IMAP unterstützt das SMTP-Frontend leider nicht die Option, SMTP AUTH über eine unverschlüsselte Verbindung zu unterbinden. Das wäre aber so oder so nur eine Teil-Lösung, denn wenn der SMTP-Server erstmal „Ich nehme deine Authentifizierungsdaten nicht an, weil die Verbindung nicht verschlüsselt ist“ sagt, ist es ja schon zu spät, weil die Daten dann bereits unverschlüsselt übermittelt worden sind, auch wenn der SMTP-Server sie dann nicht akzeptieren würde.)

Die anderen Ports sind nun eigentlich nicht mehr der Rede wert, weil du damit normalerweise nichts zu tun bekommst, aber der Vollständigkeit halber sei hier noch etwas dazu gesagt:

Der Hausbriefkasten hat bei SMTP zwei Einwürfe, einmal auf TCP-Port 25 und einmal auf TCP-Port 465, wobei bei ersterem keine Verschlüsselung vorgesehen ist, bei letzterem TLS-Verschlüsselung verlangt wird. Das ist soweit es um Passwörter geht nicht weiter schlimm, denn für die Anlieferung von Mails wird keine Authentifizierung benötigt. Nur bei der Ablieferung wird das verlangt da wir natürlich nur für unsere eigenen User Mails transportieren.

Was tun wenn's klemmt

Die vier gängigsten Problemursachen sind:

  1. Die Neunziger haben angerufen und wollen ihren Mailclient wiederhaben. Seit 1998 ist Port 587 der Standardport, der für den Versand von Mails vorgesehen ist. Nichtsdestotrotz verwendet eine Plethora von Mailclients immer noch standardmäßig Port 25, über den zwar auch Mails übertragen werden, aber Mails, die an dich adressiert sind. Der Unterschied zwischen den beiden Ports ist also im Grunde der gleiche wie der zwischen deinem Hausbriefkasten (andere werfen Post bei dir ein = Port 25) und dem gelben Briefkasten an der Straßenecke (du wirfst Post ein, die an andere zugestellt werden soll = Port 587). Beachte bitte außerdem, dass du für den Versand zwingend Authentifizierung (SMTP AUTH) benötigst - analog zu der sonst üblichen Briefmarke. Einen besonderen Gruß an dieser Stelle nach Cupertino, deren Mailclient so verführerisch als Porteinstellung für den SMTP-Server „Standard (25, 465, 587)“ anbietet. Wenn du das einstellst, verwendet der Mailclient nicht Port 587, sondern rät (vermutlich) die Ports der Reihe nach durch und nimmt den ersten, auf dem er einen Connect hinbekommt - was dann der falsche ist. Bitte stelle explizit Port 587 ein.
  2. Benutzt du einen Speedport-Router der Telekom? Zumindest neuere Versionen scheinen offenbar nur noch Verbindungen zu einer im Router hinterlegten Liste erlaubter Mailserver zuzulassen, auf der wir wenig überraschend defaultmäßig nicht draufstehen. Super, liebe Telekom, so funktioniert das mit dem Internet, in dem alle gleichberechtigte Teilnehmer sind..! Hier musst du dann den entsprechenden Servernamen blah.uberspace.de zunächst manuell in diese Liste aufnehmen, bevor du Mails über uns versenden kannst.
  3. Wir würden ja lachen, wenn's nicht so zum Weinen wäre, aber: Ist möglicherweise dein Virenscanner schuld? Der interessanteste Fall, den wir da hatten, war ein User mit Thunderbird, der korrekt Port 587 konfiguriert hatte, aber die Verbindung kam nachweislich bei uns auf dem Port 465 für eingehende Mails rein (wo kein Relaying zugelassen ist) - ein testweises Abschalten des Virenscanners löste überraschend das Problem. Um aus dem User-Feedback zu zitieren: „$PRODUKT ist seit geraumer Zeit viel zu aggressiv geworden, in diesem Zusammenhang auch mit SMTP-Servern, die nicht zu den Großen gehören, wie United Internet oder Google.“ (Siehe auch unsere Position zu Virenscannern allgemein.)
  4. Bist du eventuell mit Android unterwegs? Dort dürfen Passwörter, je nach Version, nur bis zu 16 Zeichen lang sein.

Mac Mail

Gibt der OS X E-Mail-Client “Mail” an, dass der Account/SMTP-Server offline zu sein scheint, so liegt es meistens an der Option “ Accounteinstellungen automatisch erkennen und übernehmen”.

Ist diese aktiv, werden vormals richtig hinterlegte Einstellungen, ersetzt und der Zugang zum Account ist nicht mehr möglich.

Um dem beizukommen, öffne Mail und trage unter Einstellungen - Accounts - SMTP-Server - SMTP-Servierliste bearbeiten - Erweitert, nochmal die richtigen Einstellungen ein, entferne den Haken “Accounteinstellungen automatisch erkennen und übernehmen” und dann starte Mail neu.

BlackBerry

Soweit uns bekannt ist dieser Dienst derzeit nicht mit unseren Mail-Diensten kompatibel. Der Software der Gegenstelle gelingt es nicht, eine Verschlüsselung mit unseren Servern auszuhandeln. Das gilt sowohl für den BlackBerry Enterprise Service BES, als auch für den BlackBerry Internet Service BIS, den man bei einigen Mobilfunkanbietern buchen kann.

SPAM und Filter

Du kannst unsere SpamAssassin- und DSPAM-Installationen zur Spamfilterung mitnutzen. Um die Sortierung kümmert sich dann maildrop, hier gehen wir dann auch auf das leidige Thema SPAM ein.

Mailinglisten

Für die Einrichtung von Mailinglisten stellen wir dir ezmlm-idx bereit.

mail.txt · Zuletzt geändert: 2016/04/17 15:06 von uber