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Was fehlt?

Es liegt in der Natur der Sache: Ein Wiki ist niemals fertig. Wir geben uns große Mühe, mit der Entwicklung Schritt zu halten; lassen Supportanfragen direkt in neue Artikel einfließen … aber auch wir sind nicht perfekt. Wenn du hier nicht fündig wirst: Nicht schmollen - Bescheid sagen! Unter hallo@uberspace.de steht dir unser Team gerne bereit. Hand drauf!

philosophy:englisch

Uberspace.de auf Englisch

„Gibt's euch eigentlich auch auf Englisch?“ ist eine im Support immer mal wieder aufkommende Frage, nicht zuletzt von Usern, die unser Hosting auch gerne an ihre Freunde in Übersee empfehlen möchten - oft auch direkt mit dem Angebot, uns beim Übersetzen zu helfen. Allerdings ist es mit „mal eben schnell was übersetzen“ eben nicht getan, und wenn wir dann mal etwas ausführen, was dafür alles getan werden müsste und vor allem, welche Kontinuität dann auch geleistet werden müsste, wird schnell deutlich, dass man sich da schnell verschätzt. Da die Frage im Support nun schon öfter aufkam, fassen wir hier mal die entsprechenden Punkte zusammen.

  • Da wäre erstmal die Website. Gut, das ist recht überschaubar und wäre wohl in endlicher Zeit machbar. Dann allerdings geht es auch an das in der Website integrierte Dashboard, bei dem die Übersetzungen zum Teil in HTML-Templates nötig wären, zum Teil in Perl-Sourcecode und zum Teil in clientseitig ausgeführtem Javascript. Hier gälte es also auch, einige technische Hürden zu nehmen (was natürlich machbar wäre, aber eben auch Arbeit macht), und es ginge darum Texte aus einem Arsenal zu übersetzen, von dem jeder User nur einen kleinen Ausschnitt sieht.
  • Teile der Website - wie z.B. https://uberspace.de/opinion - haben schlicht deutschen Content, weil dort deutsche Blogposts zitiert werden. Jene zu übersetzen, wäre sinnlos, schon weil die Originalquellen ja auch nur auf Deutsch sind.
  • Dann wäre da das Wiki. Das hat schon rein textlich einen wesentlich größeren Umfang. Hier kommt aber auch noch viel entscheidender Punkt: Wir können dann künftig nicht mehr „einfach so“ einen Text, eine Dokumentation, ein Howto … ins Wiki stellen, ohne sich dann auch gleich die Mühe zu machen, es übersetzen zu müssen. Wir haben die realistische Befürchtung, dass das dann eher dazu führt, nicht mehr so leicht Dinge ins Wiki zu packen, weil man sich dann ja auch gleich den Aufwand mit der Übersetzung machen muss, und dann ist es kontraproduktiv. Nicht wenige Wiki-Artikel sind aus ganz konkreten Supportanfragen heraus entstanden, wo wir uns dann etwas angesehen und daran gearbeitet haben, und „so nebenbei“ den zugehörigen Wiki-Artikel verfasst haben. Diese Leichtigkeit wird dann nicht mehr möglich sein. Auch Fehlerkorrekturen in Artikeln müssen dann gleich auch noch in einem weiteren Artikel untergebracht werden.
  • Und schließlich: Support. Natürlich „können“ wir alle Englisch. Muttersprachler hingegen ist keiner von uns. Und wenn wir jetzt mal schauen, wie oft wir für unsere Texte im Wiki und für unsere Supportantworten gelobt werden: Da könnten wir wirklich nicht versprechen, das dann in einer Sprache, die nicht unsere Muttersprache ist, ebenfalls auf diesem Niveau hinbekommen zu können. Unterschätzt nicht, wie wichtig Sprache ist, und wie sehr sie selbst bei technisch identischem Inhalt dafür sorgen kann, dass man sich bei uns gut aufgehoben fühlt - oder eben auch nicht.
  • Unsere Server stehen in Deutschland. Für User aus dem Ausland ist das schlicht alles andere als optimal, genauso wie es für deutsche User nicht optimal wäre, am anderen Ende der Welt zu hosten, wo sich alle Daten durch ein paar wenige dicke Unterseekabel quetschen müssen. Und machen wir uns nichts vor: Den meisten kommt es letztlich neben den Ausstattungsmerkmalen und dem Support eben auch auf die Performance an, und da ist mit einem Standort auf einem anderen Kontinent kein Blumentopf zu gewinnen.
  • Unterschätzt nicht, wieviel Webhosting auch mit Juristerei zu tun hat - der Eindruck, als Hoster stünde man eigentlich ständig mit einem Bein im Knast, mag vielleicht etwas übertrieben sein, aber ein wahrer Kern steckt doch darin: Im Rahmen der Störerhaftung wird früher oder später jeder Hoster auch mit Anfragen von Polizei und Staatsanwaltschaft zu tun bekommen und sieht sich dabei Akteuren gegenüber, die vergleichsweise mit Leichtigkeit enormen Schaden anrichten können, und sei es, weil ihnen oder einem Richter, der irgendeine Verfügung unterschreibt, an entsprechendem Sachverstand mangelt und ihm das Raustragen eines Servers aus dem Rechenzentrum als valide Möglichkeit der Beweissicherung erscheint, völlig unbenommen, dass auf dem Host auch noch zweihundert andere Sites liegen, die dann auch offline sind, und dass der Host vielleicht auch nur virtualisiert ist und auf der physischen Maschine noch drei, vier ganz andere Hosts von ganz anderen Kunden liegen. Was den deutschen Bereich angeht, versuchen wir, ziemlich up-to-date zu bleiben, was aktuelle Rechtsprechung, gesetzliche Vorgaben etc. angeht; wir bearbeiten polizeiliche Anfragen in einer Art und Weise, dass die Dienststellen sich zum Teil hinterher für die kostenlose Technikschulung bedanken; wir haben ein Anwaltsbüro, das uns in Problemfällen schnell beraten und Handlungsempfehlungen geben kann. Es ist vollkommen utopisch, das mal eben schnell auf andere Länder auszudehnen (denn mit Englisch als verfügbarer Sprache erschlössen wir uns ja nicht nur einen neuen Markt, sondern gleich ganz viele, mit teils sehr unterschiedlichen Gesetzeslagen und Rechtsprechungen).

Um es zusammenzufassen: Entweder machen wir's richtig, oder wir machen's gar nicht. Eine englische Version von Uberspace.de in einer Art und Weise zu machen, die in irgendeiner Form zweitklassig gegenüber der deutschen Version ist, entspricht nicht unserer Vorstellung eines guten Providers, selbst wenn die rein technische Leistung identisch ist. Wenn, oder besser gesagt: Falls wir eines Tages wirklich einmal Ambitionen in dieser Richtung entwickelten, dann vermutlich am ehesten mit entsprechenden Locals (die dann auch in einer Zeitzone leben und arbeiten und damit Support zu einer Tageszeit machen, die den dortigen Usern angemessen ist), die die dortige Hostingszene kennen, und die dann auch Serverracks im entsprechenden Land betreiben und warten können. Alles andere wäre nur ein müder Abklatsch unseres Angebots, und bitte: Wir sind eine kleine Handvoll Leute, kein internationaler Konzern. Irgendwo muss man auch schlicht auf dem Teppich bleiben.

philosophy/englisch.txt · Zuletzt geändert: 2014/04/17 14:47 (Externe Bearbeitung)